Ragweed im Vormarsch - Vorsicht vor der hochallergenen Pflanze

09. September 2025

Heuer tritt in der Wachau vermehrt Ragweed (auch Traubenkraut oder Ambrosie genannt) auf. Besonders in Weingärten und auf Baustellenflächen ist die Pflanze verstärkt zu beobachten.

Ragweed stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde nach Europa eingeschleppt. Die einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler wird bis zu zwei Meter hoch und ähnelt im Aussehen stark der Melde.

Besonders problematisch ist die enorme allergene Wirkung: Ragweedpollen können starke Atemwegsallergien bis hin zu Asthma auslösen. Daher ist es wichtig, ein Ausbreiten der Pflanze zu verhindern. Der Verein Welterbegemeinden Wachau bekämpft bereits seit einigen Jahren invasive Neophyten wie Götterbaum, Robinien und Ragweed im Rahmen eines Projektes des Biodiversitätsfonds. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den sensiblen Trockenrasenflächen und deren Umgebung. Gemeinsam mit der KLAR! Wachau-Dunkelsteinerwald-Jauerling wird auch mit Schulworkshops, Schulungen und Vorträgen versucht, die Bevölkerung zu sensibilisieren und auf die Ausbreitung und Problematik der Neophyten hinzuweisen.

Sinnvolle Maßnahmen, die Ausbreitung zu verhindern sind, die Pflanzen händisch samt Wurzel auszureißen (unbedingt Handschuhe tragen) und bei flächigen Bestände in Weingärten mehrmals mulchen, damit es zu keiner Samenbildung kommt. Die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein und Ragweed-Bestände möglichst frühzeitig zu entfernen. Jede Maßnahme hilft, die weitere Ausbreitung der hochallergenen Pflanze in der Wachau einzudämmen.

Bild 1: Ragweed
Bild 2: Ragweed